Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen (BLS) e.V.

Behlertstraße 3A, Haus H1
14467 Potsdam

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Pathologisches Glücksspiel in Zahlen

Die Studie Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland  der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung  ergab, bezogen auf die 16- bis 70-jährige Bevölkerung

  • dass 75,3 Prozent irgendwann im Leben schon einmal an einem Glücksspiel teilgenommen haben
  • dass bei 326.000 Menschen ein problematisches Glücksspielverhalten und  bei 180.000 Menschen ein pathologisches / süchtiges Spielverhalten erkennbar ist
  • dass problematisches oder pathologisches Glücksspiel am häufigsten bei jungen Männern auftritt
  • dass soziodemografische Risikofaktoren für problematisches oder pathologisches Glücksspielverhalten ein Lebensalter unter 25 Jahren, männliches Geschlecht, niedriger Bildungsstatus und ein Migrationshintergrund sind
  • dass die höchsten Anteile problematisch oder pathologisch
    Glücksspielender sich im Zusammenhang mit der Nutzung von
    Geldspielautomaten, Keno, Oddset-Sportwetten und Glücksspielangeboten in der Spielbank finden

Es ist von einer hohen Dunkelziffer unter den Betroffenen auszugehen, denn das pathologische Glücksspielverhalten ist für Außenstehende nicht erkennbar.

Daten aus der ambulanten Suchthilfe

In Suchtberatungsstellen bilden Spieler*innen an Geldspielautomaten mit Abstand die größte Gruppe.Nach Auskunft der deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V. benannten im Jahr 2017 78,4 Prozent der Spieler*innen in den Beratungsstellen 78,4 das Spiel an den Geräten in Spielhallen als Hauptspielform; 4,4 Prozent spielten hauptsächlich an Geldspielgeräten in Gaststätten.
8,1 Prozent waren von Wetten betroffen (davon wetteten 4,1 Prozent online und 4,0 Prozent in Wettbüros). (Quelle: DHS Jahrbuch Sucht 2019)

Soziale Kosten des Glücksspiels

Die direkten sozialen Kosten, die in Deutschland  durch das pathologische Glücksspiel entstehen, belaufen sich nach einer Studie der Universität Hohenheim (Becker, 2011) auf 152 Millionen Euro im Jahr. Dazu zählen zum Beispiel die Kosten für ambulante und stationäre Behandlung, Schuldnerberatung, Strafverfolgung etc. .

Weitere Zahlen und Daten finden Sie unter https://www.spielsucht-brandenburg.de/aktuelles/lesen/jahrbuch-sucht-2019.html sowie im Jahrbuch Sucht 2019 der DHS. 

Download

 Informationsblatt  Glücksspiel im Land Brandenburg (Sept. 2018)

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