x
alter Spielautomat

Pathologisches Glücksspiel in Zahlen

Der Glücksspielsurvey 2021 des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung ISD ergab, bezogen auf die deutsche Bevölkerung im Alter von 18 - 70 Jahren

  • dass 29,7 Prozent in den letzten 12 Monaten an mindestens einem Glücksspiel um Geld teilgenommen haben 
  • dass 12,1 Prozent ausschließlich in terrestrischen Spielstätten spielen, 9,7 Prozent spielen ausschließlich Online-Glücksspiele und 6,1 Prozent bevorzugen eine Kombination aus beiden Spielsettings
  • dass bei 2,3 Prozent eine Störung durch Glücksspielen (auf der Grundlage der Diagnosekriterien des DSM-5) erkennbar ist, entsprechend liegt der Bevölkerungsanteil in dieser Altersgruppe mit einer Glücksspielstörung 
    • mit leichtem Schweregrad  bei 1,1 Prozent (ca. 600.000 Personen)
    • mit mittlerem Schweregrad bei 0,7 Prozent  ( ca. 400.000 Personen)
    • mit schwerem Schweregrad bei 0,5 Prozent (ca. 300.000 Personen)
       
  • dass, bezogen auf einzelne Glücksspielformen, der Anteil an Personen mit einer glücksspielbezogenen Störung
    • unter den Spieler*innen an Geldspielgeräten 33,4 Prozent 
    • unter den Spieler*innen an Glücksspielautomaten in Spielbanken 31,5 Prozent und
    • unter den Teilnehmer*innen an Sportwetten 29,7 Prozent beträgt. 

Bei 1,7 Prozent der Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren zeigt sich ein problematisches Spielverhalten. 

Daten aus der ambulanten Suchthilfe

Nach Auskunft der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) spielten unter den Klient*innen mit Hauptdiagnose Pathologisches Glücksspielen im Jahr 2020 bundesweit

  • 54,4 Prozent an Geldspielautomaten in Spielhallen (2019: 62,8 Prozent | 2018: 70,0 Prozent),
  • 6,4  Prozent an Geldspielautomaten in Gaststätten (2019: 8,0 Prozent | 2018: 7,6 Prozent),
  • 5,7 Prozent in Wettvermittlungsstellen. (2019: 5,7 Prozent | 2018: 4,7 Prozent)

Darüber hinaus spielten die Hilfesuchenden zunehmend im Internet:

  • 7,3 Prozent nutzten Online-Sportwettangebote (2019: 5,6 Prozent | 2018: 4,3 Prozent).
  • 11,2 Prozent spielten Online-Automatenspiele (2019: 6,4 Prozent | 2018: 4,2 Prozent).
  • 5,8 Prozent nutzten Online-Casinospiele mit Ausnahme von Poker (2019: 3,5 Prozent | 2018: 2,0 Prozent). .

(Quelle: DHS, Jahrbuch Sucht 2020 - 2022)

Kompakte Zahlen und Daten finden Sie auf der glücksspielspezifischen Themenseite der DHS.

Soziale Kosten des Glücksspiels

Die direkten sozialen Kosten, die in Deutschland  durch das pathologische Glücksspiel entstehen, belaufen sich nach einer Studie der Universität Hohenheim (Becker, 2011) auf 152 Millionen Euro im Jahr. Dazu zählen zum Beispiel die Kosten für ambulante und stationäre Behandlung, Schuldnerberatung, Strafverfolgung etc.

Download

 Informationsblatt Glücksspiel im Land Brandenburg (Stand: Sept. 2018)