Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen (BLS) e.V.

Behlertstraße 3A, Haus H1
14467 Potsdam

Telefon: 0331 - 581 380-0
Telefax: 0331 - 581 380-25

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Was macht ein Spiel zum Glücksspiel?

Unter einem Spiel (in Abgrenzung zum Glücksspiel) versteht man im allgemeinen eine zweckfreie Tätigkeit,  die Distanz zum Alltag schafft, mit Vergnügen und Entspannung verbunden ist und oft in Gemeinschaft stattfindet.

Ein Glücksspiel kennzeichnet sich durch zwei besondere Merkmale :
- Es wird Geld eingesetzt.
- Das Spielergebnis ist ganz oder überwiegend vom Zufall abhängig.

Glücksspielangebote

Für das Veranstalten von Glücksspielen ist in Deutschland eine Erlaubnis erforderlich.
In der heutigen Gesellschaft existiert eine Vielzahl verschiedener Glücksspielangebote, z.B. Geldspielgeräte in Spielhallen und in der Gastronomie, Spielbanken (Großes und Kleines Spiel), Lotto, Klassenlotterien, Rubbellose, Sportwetten.

Nach Auskunft der deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V. sind, bezogen auf Mehrfachnennungen, bundesweit 72,2 Prozent der Klienten, die wegen pathologischen Glücksspielverhaltens eine Suchtberatungsstelle aufsuchen, Spieler an Geldspielautomaten. 5,2 Prozent spielen in Spielbanken; 8,9 Prozent sind von Wetten betroffen. (Quelle: Jahrbuch Sucht 2017)

Risikofaktoren

Ob sich ein Glücksspielverhalten vom harmlosen Freizeitspaß zum problematischen Verhalten entwickelt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hierbei spielt u.a. die Verfügbarkeit und das individuelle Suchtpotenzial des jeweiligen Glücksspielangebots eine große Rolle. Je einfacher der Zugang auf ein Glücksspielangebot ist, je mehr der Spielende das Gefühl hat, das Spielergebnis beeinflussen zu können und je intensiver er in den Spielablauf eingebunden ist, umso höher ist die Gefahr, beim Glücksspielen die Kontrolle zu verlieren. 

Soziodemografische Risikofaktoren für problematisches oder pathologisches Glücksspielverhalten sind:

  • ein Lebensalter unter 25 Jahren,
  • männliches Geschlecht,
  • niedriger Bildungsstatus
  • Migrationshintergrund

Wie erkenne ich ein Glücksspielproblem?

Problematisches und Pathologisches Glücksspielverhalten kann von den Betroffenen über einen sehr langen Zeitraum vor ihren Mitmenschen geheim gehalten werden. Es ist – im Gegensatz zu stoffgebundenen Süchten - nach außen hin nicht durch eindeutige körperliche Anzeichen erkennbar. Und so dauert es oft Jahre, bis Betroffene und / oder Angehörige den Weg zu professionellen Hilfeangeboten finden. Erste Hinweise auf eine mögliche Glücksspielproblematik kann der Abgleich mit folgenden Aussagen ergeben:

Selbsttest

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter https://www.check-dein-spiel.de einen detaillierten Selbsttest zur Überprüfung des eigenen Glücksspielverhaltens an.
Weiterführende Informationen finden Sie auch im Menüpunkt Diagnose.

Konsequenzen des pathologischen Glücksspiels

Folgen der Glücksspielsucht sind neben dem finanziellen Ruin der Betroffenen häufig der Verlust des Arbeitsplatzes, Beschaffungskriminalität und die Aufgabe sozialer Beziehungen und Verpflichtungen.

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